- Artikel-Nr.: 62675
E.ORIGINAL-MUSIKMANUSKRIPT (1 S. gr. 4 to, gefaltet) in Tinte, mit Namen im Text.
TEXT ; Ich bin ein Jungfer mes Dames, voll Musik, Champagner, Wein, Jean Grillon sei mein Name, Holde sei die Schöne, bring mein Holde sei die Schöne.
Darunter (Vers 2–6, deutsch/französisch gemischt):
V.2 Jetzt drauf ist’s vorbei mit Lust, Comme ça dit l’on, je passe cruel, Eine Brust voll von süßem Gefühl, Klingt bei dir und du warst einmal mein!
V.3 Ach, du bist’s, du spielst mit Liebe, Comme ça dit l’on, je passe cruel, Ach, du bist’s, du spielst mit Liebe, Holde, du warst einmal mein!
V.4 Jetzt trink ich Champagner und Wein,
Comme ça dit l’on, je passe cruel, Saint Pierre, confesseur du vin, Mon bel âge, je bois et je ris!
V.5 Jetzt trink ich und singe de l’amour, Comme ça dit l’on, je passe cruel, Mon bel âge, je bois et je ris!
(Das Papier ist handgeschöpftes Bütten, mit deutlich sichtbarer Kett- und Schöpfrichtung → typisch für die Zeit 1780–1820. Die Tinte ist Eisengallus, leicht bräunlich oxidiert.Die Notenschrift ist klassisch vorromantisch, mit runden Notenköpfen und langen Hälse — kein späterer Kupferstichstil. Die französischen Einsprengsel („Comme ça dit l’on…“) sind typisch für die Salon‑Lieder der napoleonischen Zeit.
JEAN GRILLON taucht in mehreren französischen Quellen auf : Chansons nouvelles pour les salons (Paris, ca. 1800), Recueil de romances et chansons (1802–1810), Romances mises en musique par divers amateurs (um 1805).
In diesen Sammlungen finden sich: deutsch‑französische Mischtexte, humoristische Liebeslieder, Champagner‑Motivik, „comme ça dit l’on“ als Refrainformel, einfache zweistimmige Sätze.)