- Artikel-Nr.: 52205
ORIGINAL-VERTRAG (1 S. groß folio, schwach liniertes Doppelblatt) mit Ort, Datum, eigenhändiger Unterschrift in Tinte signiert Hernsdorf bei Berlin, 7.IX.1905
- VERLAGS-VERTRAG für das Buch DER ARZT von ERNST SCHWENINGER (1850-1924, deutscher Mediziner und Medizinhistoriker, Leibarzt des Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck, Professor an der Berliner Universität. Schweninger heiratete 1898 die zwei Jahre zuvor von dem Maler Franz von Lenbach geschiedene Magdalena Gräfin Moltke (1864–1957)) in der von Buber herausgegebenen Reihe DIE GESELLSCHAFT. - Der Vertag ist von Buber, Schweninger und einem Vertreter des Frankfurter Verlages Rütten & Loening eigenhändig signiert !
- Das Buch liegt in der ERSTEN AUSGABE : DER ARZT von ERNST SCHWENINGER, Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt am Main, 1. Auflage 1906, ERSTAUSGABE, 142 SS. Pb. ca. 8°, leichte Gebrauchsspuren (Hinterdeckel kleine Ecke abgebrochen), sonst gut erhalten, Seiten teils unaufgeschnitten. Einband und Vorsatz-Zeichnung sind von PETER BEHRENS. Die Initialen zeichnete Hermann Kirchmayr.)
(dito zum gleichen Preis : Eigenhändiger Brief (2 S. kl. 4° gefaltet, 22,6 x 19,5 cm) in Tinte mit Ort, Datum, Unterschrift signiert, Heppenheim 25.XII.( Weihnachten 19)26 - ungenannt an die Witwe Schweningers, MARIA MAGDALENA SCHWENINGER (geb. Gräfin von Moltke1864–1957) "Sehr geehrte gnädige Frau - Auf Ihren Wunsch skizziere ich nachstehend den Gang der Begebenheiten.."
In fünf Schritten beschreibt Buber die Zusammenarbeit mit Schweninger und vor allem die mit EMIL KLEIN (1873-1950, österreichischer Internist und einer der Begründer der wissenschaftlichen Erforschung von Naturheilverfahren. Ab 1900 war er unter Ernst Schweninger, dem Leibarzt von Otto von Bismarck, als Assistenzarzt an der Berliner Charité tätig.
In Jena erhielt er die erste Professur für Naturheilverfahren an einer deutschen Universität. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme musste Klein aufgrund seiner jüdischen Herkunft die Universität verlassen und war danach als Arzt tätig. Klein wurde 1942 gemeinsam mit seiner Ehefrau in das Ghetto Theresienstadt deportiert.).
"..Ich weiß nur, dass ich keine anderen Unterlagen als solche in Emil Kleins Handschrift zu Gesicht bekam. Das ist, soweit ich gegenwärtig zu übersehen vermag, alles, was ich zur Klärung der Urheberfrage beizutragen habe. - und im Postscritum "Ich brauche wohl kaum hervorzuheben, dass ich, wenn mir Ihr Mann schon zu jener Zeit dieselben Mitteilungen wie in diesem Jahr (in Jena) über seinen über die schriftstellerische Formung hinausgehenden geistigen Anteil an dem Werk gemacht hätte, keinesfalls eine Veröffentlichung unter dem Namen Schweninger verantwortet hätte."
(anthrowiki : 1906 legte der Mediziner Emil Klein unter dem Namen und mit den Ideen seines Lehrers Ernst Schweninger, dem Leibarzt Bismarcks, mit dem Buch DER ARZT Grundlagen für die folgenden Bestrebungen zur Etablierung von Naturheilkunde.)